Beautiful Tragedy RPG

Wir sind ein Board mit verschiedenen RPGs zu Serien, Filmen & Büchern. Wir spielen hier nach dem Prinzip der Ortstrennung und haben ein FSK 16 Rating mit eigenem FSK 18 Bereich.
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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Wasserfall
BeitragVerfasst: 7. Jul 2012, 11:32 
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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 19. Aug 2013, 20:04 
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Werwölfin
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Scarlett folgte Jeremy in den Wald. Sie kannte ihr zwar nicht, aber er schien ihr nicht wie einer der Typen der fremden Mädchen in den Wald lockte um..nunja... Nein, ganz im Gegenteil. Ihr schien es, als würde er, genauso gerne wie sie, dem Alltag für einige Stuinden entfliehen wollen und damit war Scarlett natürlich mehr als einverstanden. Als Jeremy wie selbstverständlich ihre Hand genommen und sie losgezogen hatte, war Scarletts erste Reaktion gewesen, ihm ihre Hand wieder zu entziehen. Denn Scarlett konnte Körperkontakt und eigentlich jede andere Form von Menschlichernähe nicht so gut ertragen. Schon gar nicht von Fremden. Aber irgendwie hatte sie es dann doch gelassen, denn es war ja nichts weiter dabei. Er wollte bloß so schnell wie möglich in den Wald und wenn er sie halb zog, würde es wohl schneller gehen. Außerdem war ihr diese Berührung, anders als erwartet, eigentlich nicht unangenehm. Eher ganz im Gegenteil, was gleich nochmal den Dran die Hand wegzuziehen in ihr auslöste. Doch erneut ignorierte sie ihn einfach und ließ sich weiter ziehen.
Jeremy hatte wirklich ein ganz schönes Tempo drauf, aber Scarlett hatte kein Problem, mit ihm mitzuhalten. Schließlich erreichten sie den Wald ohne von irgendjemandem entdeckt und aufgehalten worden zu sein. Jeremy schien auch hier ein genaues Ziel zu haben, wo er hinwollte. Also ließ Scarlett sich einfach weiter ziehen, allerdings fühlte sie sich irgendwie besser.
Sobald sie den wald betreten hatten, war die Angst entdeckt und in die Schule geschickt zu werden von ihr abgefallen. Und irgendwie fühlte sie sich hier drinne sicherer, geborgener.
Nach einiger Zeit, die Scarlett nicht allzu lange vorkam, erreichten sie einen Wasserfall. Erstaunt blieb Scarlett stehen. Damit hatte sie nicht gerechnet: Ein Wasserfall mitten im Wald einer Kleinstadt. Aber es war schön hier und der Wasserfall sah einfach wunderschön aus.
"Bleiben wir hier?", fragte sie mit einem fragenden Blick in Jeremys Richtung bevor sie den Blick erneut über den Wasserfall und die nähere umgebung schweifen ließ.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 22. Aug 2013, 12:20 
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Jeremy hatte es plötzlich sehr eilig, in den Wald zu kommen. Er hatte das Gefühl, dass wenn sie sich nicht beeilten, jeden Moment ein Lehrer oder sonstiges Schulpersonal auftauchen könnte, oder auch irgendein anderer aus der Stadt, der sie beide darauf ansprechen würde, wieso sie nicht in der Schule waren. Als er Scarlett kennenlernte vor der Schule, hatte die Schule gerade erst angefangen, und er wollte nicht hinein...
So ergriff er eben Scarletts Hand und zog sie mit sich in den Wald hinein. Es war eine instinktive Geste, bei der er sich nicht viel gedacht hatte, und als sie schließlich unter dem vor Blicken schützenden Blätterdach des Waldes angekommen waren und langsamer gingen, fiel ihm das erst richtig auf. Er hatte Scarletts Hand in seiner...
Kurz sah er unsicher auf ihrer beider Hände. Einen kurzen Augenblick lang hatte er den Drang, seine Hand wieder aus ihrer zu lösen, weil er glaubte, sie dachte sich vielleicht sonstwas oder so...aber er stellte fest, sie machte keine Anstalten, ihre Hand aus seiner wegzuziehen. Vielleicht hatte sie sich ja auch nichts dabei gedacht. Jeremy jedoch stellte fest, dass ihm...das gefiel, ihre Hand in seiner. Diese instinktive, uralte Berührung fühlte sich gut an. Jeremy hatte nie viel auf Händchenhalten gegeben, auch bei Vicky nicht, die für sowas sowieso keinen Sinn aufgebracht hatte. Aber jetzt gerade...fand er es irgendwie angenehm. Sogar sehr...ihre Hand fühlte sich wunderbar an, und kurz wurde er tatsächlich etwas rot, weil er das dachte. Kurz atmete er durch, und sie gingen weiter.
Zielsicher steuerte er den Wasserfall an, den Ort, wo er sich immer gerne zurück zog und die Fälle beobachtete, dort konnte er abschalten und dem Alltag entfliehen, in eine andere Welt abtauchen. Ja, er war irgendwie ein Träumer, und ja, das war vielleicht nicht so gut, um im Leben voranzukommen, aber wozu sollte er im Leben vorankommen wollen, wenn das Leben da draußen ohnehin scheiße war? Nein, er entfloh diesem Leben lieber immer mal für einige Zeit, denn ohne dieses Entfliehen würde er wahnsinnig werden und irgendwann überhaupt nicht mehr leben wollen. Und das wollte er verhindern...er wollte ja nicht komplett aufgeben...sondern er suchte in diesem schrecklichen Leben verzweifelt nach irgendwas, wofür es sich zu leben lohnte...
Und in diesem Moment, da sie den Wasserfall erreichten, sah er kurz Scarlett an, und dachte...vielleicht wäre ja sie zum Beispiel etwas, wofür es sich zu leben lohnte. Kurz darauf schimpfte er sich einen Narren, denn warum sollte so ein tolles Mädchen wie sie einen Loser wie ihn mögen? Als ihre süße Stimme ihn mit der Frage ob sie hier blieben aus den Gedanken riss, sah er sie an, nickte und lächelte kurz.
"Ja...das ist mein Lieblingsplatz weißt du...", sagte er verlegen und kratzte sich am Hinterkopf. "Ist doch schön hier..."
Jetzt würde wohl der Moment kommen, in dem sich ihre Hände voneinander lösen mussten, es würde normal sein, wenn sich ihre Hände lösten...aber irgendwie wollte er noch nicht...sollte sie ihre Hand wegziehen, er selbst...konnte es gerade nicht, sie von selbst wegziehen...

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Zuletzt geändert von Jeremy Gilbert am 3. Jan 2014, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 22. Aug 2013, 21:40 
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Still stand Scarlett da und beobachtete das fallende Wasser. Das Jeremy noch immer ihre Hand hielt, bemerkte sie nicht mehr, da es ihr irgendwie natürlich vorkam. Als wäre es völlig normal, mit einem Fremden Händchen zu halten.
Insgeheim hoffte sie, dass Jeremy sagen würde, sie würden hier bleiben, denn dieser Ort war einfach umwerfend. Sie war einem Wasserfall noch nie so nahe gewesen. Im Grunde kannte sie sie nur aus Filmen und Büchern, hatte aber noch nie wirklich einen gesehen. Vielleicht lag es aber auch gar nicht an dem Wasserfall, sondern an diesem Ort, dass sie sich gut und sicher fühlte. Oder es lag an Jeremy... Oder einfach an der Kombination aus all diesen Dingen.
Geistesabwesend strich sie sich das Haar aus dem Gesicht, welches durch den leichten Wind etwas wehte. Vielleicht sollte sie sich einfach einen Zopf machen...
Am liebsten würde sie noch näher an den Wasserfll herangehen. Doch eigentlich musste selbst das nicht wirklich sein, denn selbst von hier konnte man beinahe die Macht dieser fallenden Wassermassen fühlen. Sie würde in Zukunft wohl öfter hier her kommen. Wahrscheinlich mit ihrem Hund... oder vielleicht sogar mit Jeremy... Dieser Gedanke löste ein Durcheiander von Gefühlen und Gedanken bei Scarlett aus. Einerseits verwirrte der Gedanke sie. Sie konnte nicht verstehen, wie er ihr so plötzlich in den Kopf kommen konnte, was sie zum Grübeln brachte. Aber andererseits stieß sie diese Art von Gedanken von sich fern. Solche Gedanken würden ihr nur Probleme bereiten... Während sie versuchte wieder für Ordung zu sorgen, starrte sie noch immer auf das Wasser Erst als Jeremy zu sprechen begann, riss sie das aus all ihren Grübeleien. Schnell wandte sie ihren Blick vom Wasser zu Jeremy, nur um zu registrieren, dass er irgendwie verlegen zu sein schien. Sie konnte sich nicht wirklich erklären warum. Vielleicht lag es einfach daran, dass er ihr quasi seinen "Zufluchtsort" gezeigt hatte... Oder es wurde ihm langsam unangenehm, dass sie sich noch immer an den Händen hielten, wie Scarlett in diesem Moment auffiel. Ungefähr zeitgleich erschien ein neuer Gedanke in ihrem Kopf. Sie fand es niedlich, wie er so verlegen da stand... Kurz zog sich ihre eine Augenbraue erstaunt in die Höhe. Sie sollte definitiv weniger nachdenken...
Also erwiderte sie: "Ja, es ist wirklich wunderschön hier!" Auf ihrem Gesicht erschien ein breites Lächeln. Irgendwie kam ihr diese ganze Situation eigenartig oder sogar unwirklich vor: Sie schwänzte die Schule um mit einem völlig Fremden Händchenhaltend einen Wasserfall zu bestaunen.
Beinahe hätte sie losgelacht, doch sie unterdrückte es, so das ihr nur ein leises Kichern entwich. Undschlüssig stand sie da. Was nun? Am besten sollten sie sich wohl hinsetzen. Dazu musste sie allerdings seine Hand loslassen. Nach kurzem überlgene sagte Scarlett schließlich: "Wollen wir uns dort hinsetzen?"
Mit der freien Hand deutete sie auf eine Stelle im Gras und zog ihn, ohne auf eine Antwort zu warten, dorthin. Dann ließ sie seine Hand los, um sich die Umhängetasche über den Kopf zu streifen und sie dann neben sich fallen zu lassen. Irgendwie fühlte ihre Hand sich plötzlich leer an. Also setzte sie sich neben ihre Tasche auf den Boden, faltete die Hände und umfasste damit ihre angewinkelten Beine. Abwartend schaute sie zu Jeremy hinauf.
"Dies ist also der Ort, an dem du dich öfter mal aufhälst?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 24. Aug 2013, 13:25 
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Jeremy spürte die 'Magie' dieses Ortes, die ihn schon immer umfing, seit er das erste Mal hier war, zum ersten Mal damals mit den Eltern und Elena, als er noch ziemlich klein war. Hier hatten sie sich immer wohl gefühlt. Das war ein Ort, der wirklich alles wieder gut machen konnte. Wenn sie sich damals gestritten haben, selbst wenn es noch auf dem Weg hierher war, kaum waren sie hier gewesen, war alles anders. Der Ort schien sie alle friedlich gestimmt zu haben, und er vermochte nicht mal zu sagen, ob das an dem Wasserfall lag oder an der restlichen Umgebung. Fakt war, dieser Ort hatte eine gewisse Magie, eine Atmosphäre, die ihn auf eine Art und Weise veränderte, bzw seine Stimmung veränderte, so dass er sogar regelrecht romantisch gestimmt war.
Und heute kam da noch was hinzu...er hielt die Hand eines Mädchens. Vicky hatte er nie mit hierher genommen, wusste der Geier warum. Vielleicht fühlte er schon immer tief im Inneren, dass sie nicht die richtige war, dass sie ihn irgendwie nur benutzte...oder ihn nicht wirklich mochte. Tyler passte sowieso viel besser zu ihr, der Typ war alles, was Jeremy an einem Kerl hasste...wie ein Gockel und so dermaßen machohaft und sogar gewalttätig teilweise...aber er hatte sich nie unterkriegen lassen. Das tat er nie, selbst wenn er noch so unterlegen war, er war immer aufrecht stehen geblieben und hatte dem ins Auge gesehen. Das einzige, was ihn beinahe in die Knie gezwungen hatte war...das Leben selbst, der Unfall, der Tod der Eltern, alles...aber auch das hatte es nicht ganz geschafft, ihn aufgeben zu lassen, und jetzt gerade, in diesem Augenblick, war er sehr froh darüber.
Er fühlte sich ein wenig beschwingt, und das lag nicht alleine an diesem Ort. Bei diesem Gedanken lief er leicht rot an, und genau in dem Moment sah Scarlett ihn an. Sie hielten noch immer Händchen, das fiel ihm gerade auf. Jeremy nickte, als sie sagte, es sei hier wunderschön. "Ja...da hast du recht..."
Kurze Zeit darauf schlug sie vor, dass sie sich setzten, und das hielt er für eine tolle Idee. Das grüne saftige Gras auf dem Boden lud geradezu dazu ein, dass sie sich beide darauf niederließen. Und so ließ er sich gern mitziehen und setzte sich neben sie. Schade war es nur, dass sie seine Hand losließ und sie nachdem sie die Tasche neben sich gelegt hatte, nicht wieder ergriff, sondern ihre Hände faltete und ihre Beine umklammerte. Aber sie sah...irgendwie total süß aus, wie sie da saß. Was dachte er sich nur? Und wieso fühlte er sich bei ihrem Anblick so beschwingt? Er brauchte sich überhaupt keine Hoffnungen zu machen, dieses Mädchen war eine Kategorie zu toll für ihn...
Aber er setzte sich gerne ihr gegenüber und sah sie an, lächelte leicht verlegen und nickte. "Ja, den hab ich schon als kleines Kind entdeckt...seitdem komm ich immer hierher...hier...ist alles anders irgendwie..."
Er wusste nicht, wie er das in Worte fassen konnte, und er kam sich irgendwie lächerlich vor, wie er das hier versuchte zu erklären. Jeremy ertappte sich dabei, ihre Hände zu betrachten und den Wunsch zu verspüren, wieder ihre Hand zu halten...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 27. Aug 2013, 22:20 
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Unerklärlicherweise beschlich Scarlett plötzlich eine leichte Nervosität. Wo die herkam und weshalb sie sie fühlte, war ihr vollkommen schleierhaft. Immerhin saß sie bloß hier, Jeremy gegenüber. Vielleicht lag es daran, dass sie ihn nicht kannte. Oder daran, dass diese Nacht schon Vollmond war. Bei diesem Gedanken lief kurz ein Zittern durch ihren Körper, da er sie in Panik versetzte. Was sollte sie bloß tun? Selbst an diesem wundervollen Ort konnte sie dieser nagenden Angst nicht entfliehen. Sie wollte diese Schmerzen nicht noch einmal erleben und auch wollte sie niemanden töten. Aber sobald sie erst einmal verwandelt war, hatte sie kaum noch Kontrolle über das, was sie tat, wozu ihr Instinkt sie trieb... Dann war sie durch und durch wildes Tier. Dieser Gedanke gefiel ihr nicht. Genauso wenig wie die Tatsache, dass es offensichtlich keinen Ausweg gab. Doch bis zum Abend war noch etwas Zeit und sie wollte sich nicht den ganzen Tag verderben... und Jeremy auch nicht. Denn wenn sie jetzt plötzlich schlecht drauf war, dann wäre sie sicher keine allzu tolle Gesellschaft.
Also verdrängte sie jeden Gedanken an den Abend und konzentrierte sich statdessen auf andere Dinge. Das Rauschen des Wasserfalls und des Windes in den Bäumen, einigen Vögeln, Jeremys Gesicht, seine Augen, die von dunklen Wimpern umgeben waren, seine Nase... sein Mund. Allmählich schaffte Scarlett es wirklich, die trüben Gedanken abzuschütteln. Einige der neuen Gedanken, die ihr plötzlich in den Kopf schossen, fand sie zwar auch nicht wirklich besser, aber trotzdem ließ sie es zu, dass sie über Jeremy nachdachte...
Zwar kannte sie ihn nicht mal eine Stunde, also so gut wie gar nicht, doch trotzdem mochte sie ihn irgendwie. Er war nett und schien anders zu sein als manch anderer. Vielleicht lag es bloß daran, dass er eine versteckte Trauer in sich herum trug... Doch Scarlett gestattete nicht, sich über einen Fremden den Kopf zu zerbrechen, solange sie genug eigene Probleme hatte. Und doch kam sie nicht umhin sich zu wünschen, wieder seine Hand zu halten. Für diesen Gedanken hätte sie sich am liebsten selbst in den Hintern getreten. Was war heute nur mit ihr los? Vielleicht lag es an dem Stress und der Angst wegen der folgenden Nacht... So wie die verlobten immer kurz vor der Hochzeit total in Panik ausbrachen und am liebsten alles wieder abbrechen würden... zumindest hatte ihr Vater erzählt, dass es bei ihm damals so gewesen war.
Als Jeremy wieder etwas sagte, konzentrierte Scarlett sich auf seine Worte und den Klang seiner Stimme. Sie wollte nicht nachdenken, sondern nur diesem Augenblick genießen. Nicht wegen der Vergangeheit weinen oder wegen der Zukunft in Panik verfallen, nein, an diesem Ort sitzen und sich wohl fühlen, dass wir ihr Plan.
Als Antwort auf Jeremys abgebrochenen Satz nickte Scarlett. Sie wusste was er meinte. Dieser Ort war wunderbar....
"Wirklich toll hier. Ich war noch nie einem echten Wasserfall so nahe....", murmelte sie mehr zu sich.
"Es muss toll sein, eien Zufluchtsort zu haben. Früher hatte ich auch einen. Ich bin immer zu meinem Pferd in den Stall. Dort war es auch immer schön ruhig und warm und ich hab mich wohl gefühlt..." Scarlett hatte keine Ahnung, warum sie ihm das erzählte. Sie wusste nicht mal, ob das für ihn überhaupt Sinn ergab. Wahrscheinlich wollte sie einfach irgendetwas sagen. Sie wollte nicht, dass Schweigen zwischen ihnen herrschte.
Zwar wäre das an einem Ort wie diesem nicht weiter schlimm gewesen, doch sie wollte etwas über diesen Fremden erfahren... Auch wollte sie wieder seine Hand nehmen, doch das würde ihm wohl reichlich eigenartig erscheinen. Ihr selber erschien es ja vollkommen eigenartig. Normalerweise war sie nicht der Typ fürs Händchen halten. Schon gar nicht mit Fremden...
Scarlett entfaltete ihr Hände wieder und setzte sich in einen bequemen Schneidersitz. Dann legte sie die Hände neben sich aufs Gras und begann damit, einige Grashalme herauszurupfen, um etwas zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 1. Sep 2013, 18:05 
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Jeremy dachte immer viel zu viel nach...über das, was früher war, über das was jetzt war...nur an die Zukunft, an die dachte er nie. Die Zukunft interessierte ihn überhaupt nicht. Er fand stets, dass es viel wichtiger war, was in der Gegenwart war...denn darauf baute sich sowieso alles auf, was in der Zukunft war. Und die Zukunft konnte man sowieso nicht vorraussehen, also wozu sich überhaupt den Kopf darüber zu zerbrechen. Viel mehr ging ihm gerade im Kopf herum...was gerade jetzt war. Sein Leben...war ein einziges Chaos, ein Scherbenhaufen. Alles war zerbrochen...alles. Seine Eltern waren tot...es war schon ein paar Monate her...und trotzdem...alles war hinüber. Mit dem Tod seiner Eltern gab es keinen Familiensinn mehr..sie aßen nicht mehr zusammen...sie stritten sich höchstens mal, und meistens ging es um ihn. Als ob sie sich wirklich scherten, was mit ihm war, er war ihnen doch egal, es kümmerte sie sicher nicht, wie er sich fühlte! Denen war doch nur wichtig, dass er sich 'vorbildlich' verhielt, damit auch ja nichts negatives auf sie zurückfiel...sie waren ja schließlich die Gilberts, eine der sogenannten Gründerfamilien. Pah...er pfiff darauf im Moment...viel wichtiger war ihm, dass alles mal wieder für ihn besser werden sollte...für eine Weile hatte er tatsächlich gedacht, Vicky würde ihm eine Hilfe dabei sein...aber inzwischen hatte selbst er begriffen, dass das eher das Gegenteil bewirkte...das Zeug, was er alles genommen hatte...hatte ihn leider nur kaputter gemacht. Jaaaa, da hatten sie halt Recht gehabt...aber was sollte es schon. Es war ihm egal, dass sie Recht hatten...
Wichtig war, dass gerade im Augenblick etwas in ihm passierte, was er schon lange nicht mehr hatte...aus irgendeinem Grund...fühlte er sich tatsächlich gut...wohl. Er war schon so oft hier draußen gewesen, allein, und immer hatte ihn dieser Ort beruhigt und ein wenig den Schaden begrenzt, den er genommen hatte, aber so wohl wie grade...hatte er sich nie gefühlt seit dem Sommer. Woran lag das? Lag das...an ihr, an...Scarlett? Er wusste es nicht genau...aber...er räumte diese Möglichkeit nicht aus.
Wie sie so da saß...im Schneidersitz...ja, sie sah wirklich verdammt süß aus. Diese Gedanken schlichen sich geradezu in seinen Kopf, und als ihm das bewusst wurde, verdrängte er sie. Was dachte er sich bloß? Dachte er wirklich, dass ER...der Loser der Schule...irgendwelche Chance bei einem SOLCHEN Mädchen haben könnte? Das war mehr als nur lächerlich...er hatte nicht mal bei Vicky echte Chancen gehabt...die machte jetzt sicher mit Tyler rum...er hatte da was läuten hören. Sollte sie ruhig...sie war ihm egal.
Als Scarlett dann sprach, hörte er ihr verlegen zu. Verlegen war er deshalb, weil ihm ihre Stimme gefiel...sie klang genau so, wie sie aussah...verdammt süß. Wieder dachte er das! Er konnte es gar nicht verhindern, dass dieser Gedanke immer wieder zurück kehrte, so sehr und vehement er ihn auch immer wieder verdrängte. Er sah sie schüchtern an und lächelte leicht. Sie erzählte ihm einfach etwas von sich, von früher...aus ihrem Leben.
Und mit den verstreichenden Minuten fiel ihm etwas an ihr auf...was sie wohl mit ihm gemeinsam haben musste. Sie wirkte genau so...wie er selbst war. Als habe sie...einige Probleme...über die sie nicht sprach. Genauso wie er welche hatte, über die er nicht sprach...
"Das...ist immer gut...so einen Platz zu haben, weißt du...hey...klingt vielleicht...komisch und irgendwie...schräg, aber...jetzt wo ich dir das hier gezeigt habe...könnten wir ja...öfter herkommen...wenn du willst natürlich nur...", schränkte er am Ende schüchtern ein. So schüchtern war er schon lange nicht mehr gewesen, er war zwar zurückhaltend und unsicher innen drinnen, schon immer...und sensibel...aber so dermaßen schüchtern, dass es bis nach außen drang, war er doch ziemlich selten gewesen. Das musste wohl Scarlett sein...die ihn so nervös machte. Er fühlte sich eigenartig...wie er sich noch nie gefühlt hatte, nicht mal...mit Vicky...obwohl er mit ihr....
Er sah Scarlett immer wieder schüchtern und unauffällig an, sah auf ihre Hände, die Gras zupften. "Ich komm viel öfter her...seit dem Sommer....", begann er schließlich stockend. Man merkte, dass es ihm plötzlich schwer fiel weiter zu sprechen...
"Seit....meine Eltern....tot....sind...."
Er wusste nicht, wieso er plötzlich damit anfing...aber irgendwas in ihm hatte ihn jetzt dazu gedrängt, davon zu erzählen. Er hatte nie darüber geredet...er hatte nicht einmal zu sich selbst diese Worte ausgesprochen...nicht einmal die bloße Tatsache...aber auf einmal...hatte er das Bedürfnis, sich jemandem mitzuteilen...nicht IRGENDjemanden...sondern ihr...vielleicht weil sie...jemand war, der damit nichts zu tun hatte...der das nicht mitbekommen hatte..und er schätzte sie so ein, dass sie nicht so wie alle anderen reagieren würde und ihn mit geheucheltem Mitleid überhäufen würde. Nein...wenn es ihr leid tat...für ihn...dann würde es sicher aufrichtig gemeint sein, und sie würde sicherlich auch nicht so dick auftragen wie andere...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 19. Sep 2013, 22:11 
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Während Scarlett Jeremy gegenübersaß versuchte sie aus ihm schlau zu werden. Ab und zu meinte sie, einen Hauch von Traurigkeit und Einsamkeit in seinen Zügen zu entdecken. Doch sicher war sie sich da nicht zu hundert Prozent. Es konnte genauso gut sein, dass sie sich das nur einbildete, da ihr Leben selbst auch nicht grade der Hit war... Bevor sie allerdings ins Grübeln verfallen konnte, schüttelte Scarlett jeden Gedanken, der in diese Richtung lief, ab. Wenn sie zu sehr über das Traurige in ihrem Leben nachdachte, dann wäre der Tag wirklich komplett hinüber. Am Morgen war sie zwar sowieso davon ausgegangen, dass dieser Tag ein schrecklicher Tag werden würde, doch irgendwie hatte sie inzwischen das Gefühl, dass der Tag sich doch noch in eine gute Richtung wenden könnte... Zumindest solange, bis es Abend wurde und die Verwandlung einsetzen würde... Schon allein bei dem Gedanken daran verzog sich für einen kurzen Moment ihr Gesicht und ein Schauer lief ihr den Rücken hinunter... Doch sie würde das schaffen. Ihr blieb ja nichts anderes übrig. Allerdings hatte sie noch keine Ahnung wie. Sie hatte sich nichts überlegen können, da sie jeden Gedanken daran sofort wieder aus ihrem Kopf gestrichen hatte. Nur eines stand bisher fest: Sie würde sich auf keinen Fall Zuhause aufhalten und dadurch Kaitlyn gefährden... Am besten blieb sie später einfach im Wald... Sie würde kurz bei ihrer Schwester anrufen und sich irgendeine Ausrede einfallen lassen und die Nacht dann irgendwo tief im Wald verbringen... Der Gedanke bei Nacht, also im Dunklen, alleine mitten im Wald zu sein, machte Scarlett zwar Angst, aber es blieb ihr ja nichts anders übrig...
Sobald sie also einen mehr oder weniger zufriedenstellenden Plan entwickelt hatte, wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Jeremy zu. Er schien wirklich nett zu sein. Und irgendwie fühlte Scarlett sich scheinbar zu ihm hingezogen, auche wenn sie das nie zugeben würde... Und er hatte es geschafft, dass dieser Tag doch nicht so schlimm war, wie sie am Morgen vermutet hatte. Klar, die Angst war noch immer da und sie hatten nicht viel geredet, doch er hatte sie zu diesem wunderbaren Ort geführt und in seiner Nähe fiel es ihr leichter, die Angst etwas zur Seite zu drängen...
Vielleicht lag das zum Teil an seiner niedlichen Verlegenheit, als sie sprach... Sie wusste es nicht und eigentlich war es ihr auch egal. Für jemanden wie Jeremy, oder generell für alle, war sie einfach nicht gut genug... Warum also sich auch noch über solche Dinge den Kopf zerbrechen..?
Als Jeremy vorschlug, sich öfters hier zu treffen, breitete sich ein Kächeln auf Scarletts Gesicht aus. "Klar, warum nicht. Ich kenne hier eh noch keinen... Also ich meine, ich hab bisher keine anderen Verabredungen... oder tollen Orte gesehen...", erwiderte sie, wobei ihre Wangen sich leicht rosa verfärbten.
Sie wollte ja nicht nur etwas mit ihm unternehmen, weil sie sonst noch keinen hier kannte, sondern weil sie ihn irgendwie mochte.... Jetzt konnte sie nur hoffen, dass er das nicht falsch verstanden hatte.
Leicht nervös strich Scarlett sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr und wartete ab, was er als nächstes sagen würde. Währenddessen zupfte sie weiter etwas Gras aus, ohne es wirklich zu bemerken...
Als Jeremy allerdings erwähnte, dass seine Eltern letzten Sommer gestorben sind, hielt sie inne und überlegte, was sie sagen sollte. Aus eigeneer Erfahrung wusste sie, dass einem nach kurzer Zeit das ständige "Das tut mir ja so Leid für dich..!" auf die Nerven ging. Aber sie meinte es ja wirklich Ernst; es tat ihr Leid für ihm. Doch trotzdem erwiderte sie nur mit einem mitfühlendem Blick: "Das wird schon wieder..." Doch sie selber hörte die Lüge in ihren Worten, weshalb sie hastig ergänzte: "Nein, eigentlich nicht. Es wird nie mehr wie vorher und das tut mir echt Leid für dich..!"
Das entsprach schon eher der Wahrheit, nur war es vielleicht nicht unbedingt das, was man unter einer Aufmunterung verstand... Also rang sie sich zu noch ein paar Worten durch: "Aber mit der Zeit wird es schon besser... Wenn du dich nicht zu sehr hängen lässt..."
Das mitfühlende Lächeln verrutschte Scarlett etwas. Natürlich fühlte sie sich irgendwie geehrt oder so, dass Jeremy ihr das anvertraute... Doch das Thema riss auch bei ihr eine noch nicht verheilte Wunde auf...
Um gedanklich nicht wieder in die Vergangenheit abzurutschen, ließ sie den Blick über Jeremy und ihre Umbegung wandern, wobei sie jedes Detail genau musterte und wenige Sekunden später doch wieder vergessen hatte... Auch ihre Hände begannen wie von allein wieder mit dem Graszupfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wasserfall
BeitragVerfasst: 3. Jan 2014, 21:51 
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Dass Jeremy überhaupt damit angefangen hatte, war ein Wunder. Niemals...wäre ihm auch nur im entferntesten in den Sinn gekommen, freiwillig darüber zu sprechen, dass seine Eltern vor kurzem ums Leben gekommen waren. Freiwillig...er stritt sich höchstens mal mit Elena über dieses Thema, meistens um auszuweichen und überhaupt davon abzulenken. Eigentlich hasste er das Thema regelrecht, denn wenn er darüber sprach...fühlte er nichts als einen brennenden Schmerz, gepaart mit einer Leere...die altbekannte Leere, die ihn allein mit der Frage überfallen hatte, was er jetzt überhaupt machen sollte. Das war das...was ihn am meisten beschäftigt hatte. Er sah in allem...irgendwie garkeinen Sinn mehr...und wusste nicht, was er überhaupt machen sollte. Der Schmerz verletzte und betäubte ihn...
Die Schule machte für ihn keinen Sinn mehr, wozu sollte er überhaupt irgendwas machen...ja, der Tod seiner Eltern hatte ihn komplett umgerissen...aus der Bahn geworfen..und es war ihm alles, wirklich alles egal...sogar seine Schwester...seine Zukunft...sein Leben...das sowieso keinen Sinn machte...
In diesem Zustand befand sich Jeremy nun schon seit dem denkwürdigen Tag...und es hatte sich nicht das geringste verändert. Es hatte sich eher verschlimmert. Kurz erinnerte er sich an seine seltsame Affaire mit Vicky...an die Drogen...er machte nur was ihm in den Sinn kam, machte sich absichtlich kaputt...es war wie eine Art Hilferuf...auf dass irgendwas...oder irgendwer ihn hörte...und ihm sagte, dass es doch noch etwas gab wofür es sich zu leben lohnte. Bisher hatte das niemand...Elena...die machte ihn nur fertig, indem sie ihn nervte und ihm was verbieten wollte, genau wie Tante Jenna...die beiden verstanden rein gar nichts...
Aber heute...heute war irgendwas anders. Dieses Mädchen...Scarlett...sie war nett...nicht nur nett, sie war...anders. So komplett anders als diejenigen...die er so kannte. Nicht arrogant oder...hysterisch oder kindisch oder...nervig...sie war irgendwie ein wenig wie er, hatte er so den Eindruck. Sie hatte was an sich, was ihn an sich selbst erinnerte...Manchmal glaubte er, in ihren Augen sowas erkennen zu können...war bei ihr vielleicht auch so etwas schlimmes passiert? Jedenfalls...in ihrer Nähe fühlte er sich so anders als die letzte Zeit...die Leere wurde irgendwie ausgefüllt...so als wäre sie als einzige Person auf der Welt in der Lage...ihn zum lächeln zu bringen.
So wie jetzt zum Beispiel, als sie zusagte...dass sie beide öfter herkommen könnten. Und die Art wie sie das sagte war irgendwie...so wie er sich auch fühlte. Verlegen...konnte das sein, dass dieses wunderhübsche tolle Mädchen verlegen war? Das musste sie eigentlich gar nicht...
"Das ist schön...", sagte er und wurde rot. Komisch...seit wann sagte er so komische Sachen?Sie lächelte sogar...und er musste unweigerlich auch noch immer lächeln. "Das hier ist der beste Ort hier...finde ich...aber das grill ist auch nicht so schlecht..."
Das Eis schien gebrochen, bis...die Sache mit seinen Eltern wieder im Raum stand. Als sie sagte, das würde schonw ieder werden, verhärteten sich seine Gesichtszüge kurz. Das glaubte sie doch selbst nicht! Hatte er sich in ihr geirrt?
Nein...denn kurz darauf korrigierte sie sich noch...sie verstand ihn doch! Und...sie war wirklich nicht wie die anderen...sie meinte es ernst, das spürte er ganz deutlich. Jeremy nickte nur. Nicht hängen lassen...tja...
"Das ist leichter gesagt als getan...", sagte er leise und setzte sich näher zu ihr. "Dazu ist es glaub ich zu spät ich...lass mich schon die ganze Zeit hängen...", erzählte er etwas geistesabwesend. Aber er war im Moment alles andere als geistesabwesend....schüchtern sah er sie an, so nahe wie sie jetzt war. Er konnte fast den Duft von ihren Haaren riechen...
"Ich....hab Drogen genommen...viele...sogar heute morgen schon wieder...", erzählte er weiter leise. Vielleicht...half sie ihm ja...er konnte sich vorstellen, wenn sie Freunde würden...oder...oder noch mehr - sein Herz machte einen Hüpfer dabei - dann würde er es vielleicht schaffen...davon wegzukommen...irgendwie...

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BeitragVerfasst: 6. Jan 2014, 22:05 
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Während Scarlett auf eine weitere Reaktion von Jeremy wartete, ließ sie ihren Blick über die Umgebuung schweifen. Es war wirklich wunderschön hier... Vorallem der Wasserfall hatte es ihr angetan und sie wusste, dass sie noch oft an diesen Ort kommen, sich hinsetzen und einfach nur den Wasserfall anschauen würde. Ob mit Jeremy oder ohne, mit ihrem Hund oder nicht...
Sie schaute überall hin, nur nicht zu Jeremy. Sie war überrascht, dass er mit einer beinahe völlig Fremden über so etwas redete und noch mehr überraschte sie, dass sie nicht die richtigen Worte fand... Gleichzeitig wollte sie etwas tröstliches sagen, was ihm vielleicht wirklich half, aber sie wollte ihn auch bitten, still zu sein, bloß nichts weiter zu sagen. Denn es erinnerte sie an ihre Mutter... Ihre Mutter, tot und voller Blut...
Aber sie blieb einfach still sitzen, denn sie hatte das Gefühl, dass er es ihr einfach sagen musste, damit er sich vielleicht zumindest ein bisschen besser fühlen konnte. Und sie wollte ja auch für ihn da sein, wollte, dass er sich besser fühlte. DOch sie war sich nicht sicher, ob sie das schaffen konnte. Die Eltern zu verlieren, dass war ein tiefer Schmerz... und sie kannte ihn kaum, wusste nicht was sie sagen oder tun sollte... Trösten war noch nie so ihre Stärke gewesen...
Vielleicht war sie nicht die richtige Person... Nicht die Person, die er brauchte. Sie war für ihn ja bloß eine Fremde, sowie er für sie ein Fremder war... Aber andererseits war das vielleicht auch gut, denn dann fiel es manchen Menschen ja leichter, sich "zu öffnen".
Das traf natürlich nicht auf Scarlett zu. Sie versuchte immer, stark zu bleiben, sich niemandem gegenüber zu öffnen. Wozu auch? Das würde ihr nicht helfen... nicht wo sie beinahe erfolgreich jeden Gedanken an die Vergangenheit verdrängt hatte.
Nach einer Weile, die Scarlett zwar lang vor kam, aber wohl bloß einige Sekunden oder Minuten gewesen war, ließ sie ihren Blick wieder zu Jeremy wandern. Sie konnte sehen, wie sich seine Gesichtszüge bei ihrer LÜge kurz verhärteten. Doch dann verbesserte sie sich ja... Sie wusste nicht, warum suerst gesagt hatte, es würde schon wieder werden, wo sie doch selber wusste, dass es nicht stimmte.
Wahrscheinlich wünschte sie sich einfach für ihn, für sich, einfach für alle, dass es stimmen würde... Denn die Wunden die der Verlust geliebter Menschen hinterließen, verheilten nie ganz. Sie wurden besser, aber sie verschwanden nie mehr... Narben würden für immer bleiben.
Dann sprach Jeremy weiter und haute noch so ein Ding raus, worauf Scarlett einfach keine richtigen Worte finden konnte. Was sagte man zu jemanden, der versuchte den Schmerz durch Drogen zu lindern..? Das er noch näher zu ihr rückte machte es für Scarlett nicht leichter, die richtigen Worte zu finden...
"Oh...", begann sie erstmal und schüttelte gedanklich den Kopf über diesen Einfallsreichtum.
"Jeremy... Drogen sind nicht der richtige Weg... Ich weiß... das bekommst du bestimmt öfters zu hören, aber es ist so. Sie können den Schmerz nicht verschwinden lassen. Sie können ihn nur kurz verdrängen, aber das ist ja nicht von Dauer... Sobald der Rausch vorbei ist hängt dein Leben wieder in der Scheiße und durch die Drogen wird es nur noch schlimmer... was du wirklich brauchst... das ist Ablenkung. Ein Hobby, Freunde...", meinte sie schließlich und schaute ihn ernst an.
Es klang in ihren Ohren eigentlich ganz gut, wenn auch etwas... naja, sie wusste es nicht genau. Aber es stimmte und sie meinte jedes Wort genauso.
Scarlett wusste, dass er bloß der Realität und dem Schmerz entkommen würde. Auch sie hatte dies versucht, versuchte es manchmal noch immer. Doch für sie waren Drogen nie eine Option gewesen... Zum einen, weil sie immer die Kontrolle über sich und ihre Handlungen haben wollte und sich denen bewusst sein. Zum anderen wegen ihrer kleinen Schwester, die sie gebraucht hatte. Kaitlyn hätte es ohne Scarlett doch nie geschafft...
Nervös strich Scarlett sich durch ihr Haar, während sie hoffte, die richtigen Worte gefunden zu haben.

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